Das Weißhorn im Südtiroler Unterland

Zwei Berge im Südtiroler Unterland zählen zu den bekanntesten Bergen der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland: das Schwarzhorn und das Weißhorn. Beide Berge haben die Form einer Pyramide und zählen zu den südlichsten Gipfeln der Dolomiten. Aufgrund ihrer identischen Erscheinungsform werden das Schwarzhorn und das Weißhorn oftmals als Zwillingsberge bezeichnet. Ein markanter Unterschied ist jedoch deren Gesteinsfarbe, die es ermöglicht die zwei Gipfel leicht auseinander zu halten und die letztendlich für deren Namensgebung verantwortlich ist.

Das Weißhorn ist mit einer Höhe von 2.316 Metern über dem Meeresspiegel der kleinere Berg und wird auf Italienisch „Corno Bianco“ bezeichnet. Für die helle Erscheinungsform des Weißhorns ist dessen Gestein, der weiße Sarldolomit, verantwortlich.

Das Weißhorn ist – wie auch das Schwarzhorn – nicht nur vom Südtiroler Unterland (wird meist auch als Bozner Unterland bezeichnet) bestens zu sehen. Im Feriengebiet Rosengarten-Latemar prägen diese zwei Gipfel die Bergkulisse maßgeblich mit. Wer beispielsweise den Planetenwanderweg bei Gummer läuft, der kann von den verschiedensten Punkten auf das Schwarz- und Weißhorn blicken. Das Weißhorn kann aber auch durchaus als der Hausberg des berühmten Klosters Maria Weißenstein bezeichnet werden, da man von dem Klostergelände direkt auf das Weißhorn blickt.

Bozen, die Südtiroler Landeshauptstadt, befindet sich südlich, das Latemargebirge liegt in östlicher Richtung des Weißhorns. Zwischen dem Schwarz- und Weißhorn liegt ein kleines Skigebiet, welches insgesamt sieben Kilometer Pisten vorzuweisen hat. Dieses Skigebiet ist das Skigebiet Jochgrimm. Es ist aufgrund seiner Lage von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel als ein bis in das Frühjahr hinein schneesicheres Skigebiet bekannt und beliebt.

Die Wanderung auf das Weißhorn

Wer den Europäischen Fernwanderweg E5 einmal abwandert, der kommt dabei über die Gipfel des Schwarz- und des Weißhorns.

Meist wird, sofern sich Bergsteiger zwischen dem Schwarz- und dem Weißhorn entscheiden, der Gipfel des Weißhorns ausgewählt. Dies hängt damit zusammen, dass sich am Fuße des Weißhorns die Bletterbachschlucht befindet. Dies ist eine Schlucht, an der die Entstehung der Dolomiten bestens nachvollzogen werden kann und die meist auch als der Grand Canyon von Südtirol bezeichnet wird.

Um zum Gipfel des Weißhorns zu gelangen, wird meist die Route vom großen Parkplatz am Jochgrimm genommen. Dieser Parkplatz liegt in der Scharte zwischen dem Schwarz- und Weißhorn auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel. Diese hohe Lage ermöglicht es den Bergsteigern, relativ zügig am Gipfel anzukommen. Vom Parkplatz am Jochgrimm bis zum Gipfel benötigt man nur etwa eine halbe Stunde.

Eine anspruchsvollere und etwas anstrengendere Route führt von Oberradein auf den Gipfel des Weißhorns. Diese Tour führt über den Zirmersteig auf das Weißhorn. Der Zirmersteig wiederum führt entlang der Bletterbachschlucht und wird aus diesem Grund von den Bergsteigern gerne gegangen. Bevor man am Gipfelkreuz ankommt, kann man linkerhand eine Abzweigung nehmen und um den Gipfel herumwandern. Dabei bietet sich eine hervorragende Aussicht, auch ein herrlicher Blick auf den von König Laurin sagenumwobenen Rosengarten und das Latemargebirge.

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