Buchholz, eine Fraktion von Salurn

Buchholz ist ein Ort innerhalb der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland und gehört als Fraktion zur Gemeinde Salurn, der südlichsten Gemeinde des deutschen Sprachraums. Von den etwas mehr als 3.500 Einwohnern, die die Gemeinde Salurn hat, wohnen zirka 200 in Buchholz. Buchholz liegt auf einer Geländeterrasse oberhalb von Salurn auf einer Höhe von 560 Metern über dem Meeresspiegel. Salurn liegt fünf Kilometer von Buchholz entfernt. Auf Italienisch wird Buchholz „Pochi di Salorno“ genannt.

Genau wie Salurn geht auch Buchholz auf römerzeitliche Siedlungen zurück und entstand bereits zur Zeitenwende. Dies verdeutlicht, auf welche lange Geschichte der kleine Ort zurückblicken kann. Wer in Buchholz ist, kann sogar noch Teile eines alten Römerweges besichtigen.

Südlich von Salurn befand sich der Galgenbühl. Dieser Name wurde nicht von ungefähr gewählt. Bei dieser Erhebung handelte es sich um eine Hinrichtungsstätte bei der ein großer Friedhof aus der Römerzeit angesiedelt war. Der Hügel wurde allerdings komplett abgetragen, nachdem er in den letzten Jahrzehnten zur Schottergrube wurde.

Buchholz gehört zum Naturpark Trudner Horn und ist von grünen Wiesen und weitläufigen Obst- und Weinwiesen umgeben. Und wenn man eine gute Sicht genießen kann, kann man sogar die Blicke bis zu den Gipfeln der Brenta-Dolomiten schweifen lassen.

Skulpturengarten

„Garten der Sehnsucht“ – so wird das kleine Waldstück in der Nähe des Dorfzentrums von Buchholz genannt. Dabei handelt es sich um einen Skulpturengarten, in dem die Künstlerin Sieglinde Tatz-Borgogno mehr als 200 Werke ausgestellt hat. Der Skulpturengarten ist in nur wenigen Minuten vom Ortskern zu erreichen.

In dem Skulpturengarten werden von der Künstlerin Marmor- und Bronzefiguren, aber auch Installationen gezeigt. Die Plastiken wurden unter dem Motto Freiheit und Harmonie zwischen Kunst und Natur gefertigt und spiegeln die inneren Konflikte von Tatz-Borgogno, aber auch deren Lebenserfahrung wider.

Wer den Skulpturengarten bzw. den Garten der Sehnsucht besichtigen möchte, kann dies ganzjährig rund um die Uhr tun. Ein Eintritt wird nicht verlangt.

Kirche zur Heiligen Ursula

Im Dorfzentrum von Buchholz befindet sich die Kirche, welche der Heiligen Ursula geweiht wurde.

Albrecht Dürer und „sein“ Weg durch Buchholz

Durch Buchholz führt der Dürerweg, der nach dem bekannten Nürnberger Künstler Albrecht Dürer benannt wurde. Den Namen erhielt der Weg deshalb, weil Albrecht Dürer diesen bei seiner Italienreise nutzen musste. Aufgrund der Überschwemmungen bzw. des Sumpfes im Unterland war ausschließlich der Weg über den Sauchpass begehbar. Der Dürerweg führt weiter bis zum Heiligen See und in das Cembratal.

Weg von Buchholz zum Heiligen See

Es ist sehr empfehlenswert, den Dürerweg im Rahmen einer Wanderung zum Heiligen See – zum Lago Santo – zu gehen. Der Weg an der Straße, welche von Salurn nach Buchholz führt, zweigt südlich von Buchholz rechts ab; auf dem Wegweiser stehen AD, also die Initialen von Albrecht Dürer.

Der Dürerweg führt über Waldpfade und Forstwege an etlichen Bauernhöfen und Häusern vorbei. Nachdem der Weg durch einen Buchenwald führt, geht es weiter zum Sauchpass bis auf eine Höhe von 915 Metern über dem Meeresspiegel. Wenn man diesen Aufstieg zurückgelegt hat, ist die größte Steigung geschafft. Bei der Sauchhütte kann man sich stärken und schließlich zum Heiligen See weiterlaufen. Am Heiligen See angekommen, kann man das Gewässer, in dem sich die Gipfel der Lagoraikette spiegeln, und den Ausblick auf das Cembratal genießen.

Geht man den Dürerweg bis zum Heiligen See, muss man 870 Meter Höhenunterschied überwinden. Die Gesamtlänge des Weges beträgt 17 Kilometer. Als reine Gehzeit muss man etwa sieben Stunden – vier Stunden für den Aufstieg und drei Stunden für den Abstieg – einkalkulieren.

Weg nach Buchholz

Wer den Dürerweg nicht von Buchholz aus gehen möchte, sondern lieber die Fraktion Buchholz als Ziel haben möchte, der sollte den Wegabschnitt vom Klösterle bei Laag gehen. Dabei handelt es sich um eine relativ leicht begehbare Route bzw. leicht begehbaren Abschnitt des Dürerweges.

Die Wanderung beginnt beim E-Werk bei St. Florian und damit nördlich von Laag (Fraktion von Neumarkt) und führt am Klösterle – dem alten Pilgerhospiz – vorbei. Nachdem man ein Waldstück passiert hat, führt der Weg aufwärts nach Laag. Am anderen Ende von Laag – also auf der Südseite – gibt der Wegweiser den weiteren Weg vor. Auch hier wurden wieder die Initialen von Albrecht Dürer „AD“ verwendet.

Der Weg führt weiter bis zum Amorthof, zunächst über einen asphaltierten Weg, dann über einen Schotterweg und schließlich über einen Ochsenkarrenweg. Dieser Wegabschnitt ist besonders schön, da man von hier aus einen traumhaften Blick auf das Südtiroler Unterland genießen kann und das Panorama die umliegenden Berge bilden. Wenn man das Leukental erreicht hat, überquert man die Römerbrücke und geht schließlich über Weinberge aus dem Leukental bis nach Buchholz. Entweder verbleibt man in Buchholz oder geht von hier aus wieder den gleichen Weg zurück.

Für den einfachen Weg muss ein Höhenunterschied von etwa 430 Metern überwunden werden. Die einfache Wegstrecke beträgt knapp acht Kilometer; hierfür sollte man sich drei Stunden Zeit einplanen.

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