Truden im Naturpark

Das Bergdorf Truden im Naturpark

Die Gemeinde Truden im Naturpark befindet sich in Südtirol innerhalb der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland. Damit befindet sich die Gemeinde mit ihren Fraktionen Kaltenbrunn, San Lugano und Mühlen im Süden des beliebten Ferienlandes Südtirol.

Das Zentrum der Ortschaft Tuden liegt auf einer Höhe von 1.127 Metern über dem Meeresspiegel und liegt geographisch südwestlich des Luganer Sattels.

Gäste, die nach Truden im Naturpark kommen, können hier noch viel Ursprünglichkeit erfahren und erleben. Die Gemeinde liegt abseits von den größeren Hauptorten im Südtiroler Unterland und bietet daher viel Ruhe und einen hohen Erholungswert. In Truden sind noch viele ältere Bauten vorhanden, die noch an ältere Zeiten – als sich der Tourismus Südtirols nach in seinen Anfängen befand – erinnern

Zudem erleben die Gäste, die Truden im Naturpark besuchen, viel Natur. Wie bereits der Zusatz im Gemeindenamen „… im Naturpark“ andeutet, befinden sich weite Teile des Gemeindegebietes im Naturpark Trudner Horn. Zwei Drittel des Gemeindegebietes, welches sich über einen Höhenunterschied von 713 Metern bis auf eine Höhe von 1.836 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt, befinden sich in dem Naturpark.

Naturparkhaus Trudner Horn

Im Herzen von Truden liegt das Naturparkhaus Trudner Horn, das als zentrale Informations- und Begegnungsstätte des Naturparks dient. Untergebracht ist es in einem geschichtsträchtigen Bauwerk und bietet Gästen einen idealen Einstieg, um die landschaftlichen, kulturellen und historischen Besonderheiten der Umgebung kennenzulernen.

Die Ausstellungen widmen sich vor allem der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebiets. Hervorgehoben wird die bemerkenswerte Artenfülle, die das Trudner Horn zu einem der biologisch reichsten Naturparks Südtirols macht. Das Zusammentreffen alpiner und mediterran geprägter Lebensräume schafft hier einzigartige Voraussetzungen für eine außergewöhnliche Flora.

Ein weiterer Themenbereich beleuchtet die Entstehung der Landschaft. Anschaulich wird erklärt, wie sich Gebirge, Wälder und Almflächen entwickelten und welchen Einfluss der Mensch im Laufe der Jahrhunderte auf ihre Gestalt nahm. Modelle, informative Schautafeln und interaktive Elemente sorgen dafür, dass auch junge Besucher die Inhalte spielerisch entdecken können.

Ergänzt wird das Angebot durch archäologische Exponate aus Truden und seiner Umgebung. Zu sehen sind unter anderem Fundstücke aus Ausgrabungen im Bereich der Pfarrkirche St. Blasius, die interessante Einblicke in die Geschichte der Region vermitteln.

Die Pfarrkirche St. Blasius in Truden

Ebenfalls im Herzen von Truden im Naturpark befindet sich die Pfarrkirche St. Blasius.

Mit der Pfarrkirche ist bereits eine sehr lange Geschichte verbunden, die über mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit reicht. Der erste Kirchenbau stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der markante Kirchturm wurde im 12. Jahrhundert erbaut. In der Folgezeit wurde die Kirche mehrmals umgebaut und auch mehrmals vergrößert bzw. erweitert. Daher können aufmerksame Besucher der Kirche am Kirchenbau gotische und romanische Baustile entdecken.

Von besonderem Interesse ist die Tatsache, dass sich neben dem ersten Kirchenbau einst eine Begräbnisstätte befand, deren Überreste heute unter dem Langhaus der Kirche liegen. Archäologische Grabungen brachten dort Münzen und weitere Zeugnisse vergangener Zeiten zutage, die inzwischen im Naturparkhaus beziehungsweise im Panoptikum zu besichtigen sind.

Im Kirchenraum zieht vor allem die Pietà der „Barmherzigen Mutter“ die Aufmerksamkeit auf sich. Sie zählt zu den herausragenden Kunstschätzen des Gotteshauses. Zugleich vermitteln die gotische Gestaltung und das alte Mauerwerk einen anschaulichen Eindruck von der mittelalterlichen Sakralbaukunst Südtirols.

Die Kirche ist dem Heiligen Blasius geweiht, der zu den Vierzehn Nothelfern gehört und traditionell als Fürsprecher bei Halsleiden verehrt wird. Sein Festtag wird alljährlich am 03. Februar begangen; an diesem Datum wird an vielen Orten bzw. Kirchen der Blasiussegen erteilt.

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